Heute hat unsere Änki Geburtstag und ist junge 25 Jahre geworden. Happy Birthday von uns allen. :-)

Wir haben heute morgen schon gleich gekaufte Geburtstagstorte und selbstgemachte Donauwellen gegessen. Lecker. Natürlich haben wir unsere Änki auch reich beschenkt…Ikea Werkzeug und einen Einkaufsgutschein. Denn Änki zieht ja bald schon wieder um.

Viel spannender ist aber dass wir auch einen Schachtelkranz gebastelt haben. Sowas bekommt man in Norddeutschland nämlich zum 25 Geburtstag. Und warum? Weil man als unverheiratete 25jährige langsam eine alte Schachtel wird. Jetzt wollte ich hier nicht nur einen Blog zu Ankes Geburtstag schreiben, sondern gerne mal zu den Geburtstagsbäuchen in Deutschland aufklären. Leider sind meine Informationen dazu eher dürftig. Jedoch gibt es folgendes zu wissen:

Eine alte Schachtel ist man also, wenn eine Frau an ihrem 25. Geburtstag noch ledig ist. Damit soll angedeutet werden, dass man so langsam in die Jahre kommt und es Zeit wird, sich endlich mal auf die Suche nach einem Mann zu machen. Die Haustür, oder das Büro wird mit einem Kranz aus Schachteln geschmückt. Der Kranz darf erst dann abgenommen werden, wenn man sich freigekauft hat (bei uns waren es selbst gemachte Donauwellen). Das Pendant für den Mann ist in diesem Fall übriges der Sockenkranz – ich hätte ja auch alter Sack ganz lustig gefunden.

In Süddeutschland ist der Schachtelbrauch wohl etwas abgewandelt. Hier bekommt das Geburtstagskind zum 25. Geburtstag nur leere Schachteln geschenkt – nicht so lustig….

Vereinzelt kennt man vielleicht auch den Brauch, Geburtstagskinder mit Mehl oder Eiern zu bewerfen. Das wird meistens zur Volljährigkeit von Schulfreunden erledigt. Umgangssprachlich ist dieser Vorgang dann auch als „panieren“ bekannt.

Und ganz bekannt – jedenfalls in unseren Breitengeraden ist das Treppenfegen bzw. Klinkenputzen. Wenn ein Mann oder eine Frau an seinem/ihrem 30. Geburtstag noch nicht verheiratet ist muss er z. B. die Domtreppen fegen bzw. sie Türklinken putzen. Der Mann wird durch den Kuss einer Jungfrau von seiner Arbeit erlöst, während Frauen so lange putzen müssen, bis die Klinken sauber sind. Das glaube ich zumindest und würde ja auch wieder ins klassische Rollenverhältnis passen J. Er knutscht einfach eine wildfremde Jungfrau, während sie putzen darf bis alles blitzt….

Leider konnte ich die Frage nach der Herkunft dieser Bräuche auf die Schnelle nicht klären. Wenn ihr dazu Informationen habt, dann her damit….

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