Dank unserer PR Agentur war ich Montag und Dienstag unterwegs zu Redaktionsbesuchen. Das sind Dinge, die ich an meinem Job sehr mag. Trotz der vielen Fahrerei ist es immer schön, Menschen von unseren Produkten zu überzeugen.
Prinzipiell ist eine Redaktionstour immer ratsam, weil sie einen persönlichen Kontakt zu den richtigen Journalisten schafft. Man hat außerdem die Möglichkeit, sich auf die individuellen Bedürfnisse der Redakteure einzustellen und denen passende Informationspakete zu schnüren. Für die Redakteure ist ein Besuch von Vorteil, weil sie so Zeit sparen können und trotzdem wichtige, interessante Neuigkeiten bekommen.
Und so eine Redaktionstour ist ja auch ganz schnell organisiert: in der Redaktion anrufen, Termin vereinbaren und los geht’s. O.K. – so einfach ist es vielleicht doch nicht immer. Die Redakteure müssen schon Interesse an den Produkten bzw. am Thema haben. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man mehrere Redaktionen aus einem Verlag am gleichen Tag treffen kann. Und so eine Terminkoordination mit drei, vier, fünf Personen kann schon tückisch sein.

Man sollte also versuchen, alle Termine so zu legen, dass:

- die Fahrtstrecken zwischen den Verlagen möglichst kurz sind.

- genügend Zeit für die Präsentation bleibt.

- eine Reserve für längere Gespräche oder unvorhergesehene Verzögerungen vorhanden ist.

Der Zeitpunkt einer Redaktionstour sollte außerdem gut überlegt sein. Denn viele Hefte werden schon Monate im Voraus gelayoutet. Wenn man also ein Produkt zu Weihnachten in einem Magazin platzieren will, kann man gerne schon mal im September einen Termin vereinbaren. Der frühe Vogel fängt den Wurm…

Mehr als drei Verlage am Tag sind nicht zu empfehlen. Die Qualität der Gespräche leidet darunter, wenn man jede Stunde einem neuen Gesprächspartner gegenüber sitzt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sechs Termine gerade so in Ordnung gehen.

Vorbereitung ist auch bei einem Redaktionsbesuch alles. Man sollte wissen, wie das Heft aufgemacht ist, welche Schwerpunkte es hat, welche Zielgruppe es anspricht um dementsprechend interessante Themen und Informationen zu präsentieren. Ansonsten ist eine Präsentation via Notebook und Beamer völlig ungeeignet, weil die Zeit dafür oft nicht ausreicht. Eine Informative Pressemappe zusammen mit einem Produktmuster wirken hier viel besser. So haben wir es die Tage auch gemacht. Ein Auszug aus unseren wichtigsten, informativsten Texten, Kataloge, Flyer und Broschüren sowie ein ganz persönliches Muster für die Redakteurin.
Alleine auf eine Redaktionstour zu gehen ist oft anstrengend, doch mehr als zwei Personen sollten zu so einem Termin auf keinen Fall gehen, weil einem meist nur eine Person gegenüber sitzt. Wenn man zu zweit ist, kann man sich im Gespräch allerdings abwechseln und genau wie vier Augen mehr sehen als zwei, vergisst man mit zwei Personen auch keine wichtigen Details.

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