Juliane und ich waren wieder in Sachen SINFIVE unterwegs und wollen euch unsere Erlebnisse natürlich nicht vorenthalten.

Am 19.02.2008 haben wir uns im Schutz der morgendlichen Dunkelheit auf den Weg gemacht, um unseren niederländischen Nachbarn einen Besuch abzustatten. Ziel: Der Red-Light-District in Amsterdam! Mitten in diesem pulsierenden Viertel – in dem man innerhalb von 10 Minuten alle erdenklichen Facetten menschlichen Daseins erleben kann – hatten wir die Ehre ein ganzes Schaufenster ausschließlich mit SINFIVE Produkten dekorieren zu dürfen. Ein Spezialauftrag für 00-Jule und 00-Katie!

Die Fahrt verlief nach dem ersten Latte-Macciato-Stop ganz fluffig bis wir ca. 100 km vor Amsterdam Bekanntschaft mit den niederländischen Gepflogenheiten der Stauverhinderung auf der Autobahn machten. Alle paar hundert Meter zeigte eine neue Anzeigetafel die gerade geforderte Geschwindigkeitsbeschränkung an, die entweder 50 oder max. 75 km/h betrug. Die Wirkung dieser Tafeln auf unsere niederländischen Mitreisenden war allerdings ein spontanes herunter bremsen sobald die Anzeigentafel in Sicht kam, was weniger zur Stauverhinderung als zur Erhöhung der Auffahrunfallzahlen beitragen dürfte. Uns bescherte diese Verkehrsvorschrift eine satte Verspätung von 30 Minuten. Naja, was soll´s. Bei unseren geschätzten Nachbarn ist eben auch nicht alles perfekt – irgendwie beruhigend, oder?

Nachdem wir unser Ziel erreicht, den Shop geentert und Bekanntschaft mit Martin, dem supernetten Shopmitarbeiter gemachten hatten, zog Juliane aus, einen sicheren Parkplatz für unseren Agentenflitzer zu finden. Martin beschloss kurzer Hand sie zu begleiten, während ich in einem völlig fremden Shop zurückblieb, um während der – so hoffte ich – kurzen Abwesenheitszeit den Laden zu beaufsichtigen. Aber – leider kam alles anders….. Juliane & Martin waren ca. eine Dreiviertelstunde im Amsterdamer-Stadtverkehrs-Chaos unterwegs, um ein Parkhaus aufzusuchen, welches Luftlinie 1,5 Minuten vom Shop entfernt war.

Während dieser Wartezeit hatte ich Gelegenheit, mich näher mit meiner Umgebung zu beschäftigen. Neben dem großen Warenangebot des Shops, war besonders das Treiben draußen auf der Straße unterhaltsamer als so mancher große SAT 1 Film! Umzingelt von Coffee Shops befand sich direkt gegenüber in einem kleinen, alten Haus ein Döner Laden, in dessen Dachgeschoß und erster Etage sich Merkwürdiges abzuspielen begann. Mittels einer selbstgebauten Seilwinde, die oben an einem Haken vor dem Dachfenster baumelte, wurden nach einander 6 verschiedene Großhaushaltsgeräte wie Kühlschränke, ein Herde etc…. an ein dickes Tau gebunden und – nur von zwei schlanken, jungen Männern gesichert – aus der ersten Etage in die enge und um diese Zeit bereits sehr belebt Straße heruntergelassen. Nachdem ich dieses Treiben eine Weile beobachtet hatte und mir überlegte ob ich mich bei der örtlichen Politie nach dem Verbleib meiner Kollegin erkundigen soll, siegte die Langeweile und ich beschloss ins Schaufenster zu steigen und schonmal mit den Vorbereitungen für die Dekoaktion zu beginnen. In der Zeit, die ich benötigte um durch einen kleinen Zugang in die leere Auslage zu klettern, hatten die Jungs gegenüber beschlossen, eine Tiefkühltruhe in der Größe eines Kleinlasters an die wackelige Seilwindenkonstruktion zu binden. Gerade, als ich mich zur Scheibe umdrehte, sah ich dieses Riesending beängstigend nah und schnell auf mein Fenster zu schwingen. Instinktiv zog ich den Kopf ein in der Erwartung, dass ich jeden Moment blutüberströmt in einem Amsterdamer Schaufenster mein verfrühtes Ende finden würde. Gott sei Dank, kam quasi in letzter Minute ein weiterer junger Mann den Schuftenden zur Hilfe und verhinderte die Kollision des Tiefkühlmonsters mit mir!!! Puh! Ich ergriff spontan die Flucht zurück in den schützenden Laden.

Nachdem ich dort kurz darauf durch einige sehr laute Fehlalarme des Diebstahlsicherungssystems im Eingangsbereich erschreckt worden war, freute ich mich über die Rückkehr von Juliane & Martin sehr.

Während wir uns nun unserer eigentlichen Arbeit – nämlich dem Spezialauftrag Schaufenster – widmeten, versorgte uns Martin freundlichst mit Kuchen und frischem Kaffee. Schön!

Wir drapierten, steckten, hämmerten, schraubten, schoben, kletterten, hantierten und korrigierten so lange, bis wir mit dem Ergebnis zu frieden waren und ein –wie wir finden – richtig nettes SINFIVE Schaufenster entstanden war. Juliane hielt unsere Bemühungen fotografisch fest, damit wir euch zeigen können, was wir in Amsterdam „getrieben“ haben! Auch die zahlreichen Passanten, die um die Mittagszeit die Straßen um uns herum bevölkerten, nahmen regen Anteil an dem, was in diesem Schaufenster geschah. Unsere Tarnung war mangels einer Möglichkeit während der Dekorationszeit Schaulustigen den Blick in das Fenster zu verwehren, aufgeflogen und so hatten wir viele lustige Begegnungen mit ganz vielen lustigen Menschen, meist männlichen Geschlechts. Fazit: ein beleuchtetes Schaufenster im Rotlichtviertel von Amsterdam ist nicht der ruhigste aber sicherlich einer der unterhaltsamsten Plätze der Stadt. Insgesamt war es eine erfolgreiche Aktion, die uns unheimlich viel Spaß gemacht hat! Wir haben nette Menschen kennengelernt und wurden von Martin und dem Geschäftsinhaber Hammie, der sich später zu uns gesellte, sehr lieb umsorgt. (Siehe Gruppenfoto: Hammie links, Martin rechts neben mir)

Nachdem wir unsere Mission zur allgemeinen Zufriedenheit erfüllt hatten, nahmen Juliane und ich die Gelegenheit wahr, uns die gesamte Amsterdamer Innenstadt genauer anzuschauen. Wir haben einige schöne Shops gefunden, die wir unbedingt für SINFIVE gewinnen möchten. Es gab viel Sehenswertes zu entdecken und so haben wir – Stunden später – durchgefroren, aber hochzufrieden den Heimweg angetreten.

Sinfive goes AmsterdamSinfive goes AmsterdamSinfive goes AmsterdamSinfive goes AmsterdamSinfive goes AmsterdamSinfive goes Amsterdam

Unser Tipp: wenn Ihr das nächste Mal in Amsterdam seid, dann lasst es euch nicht entgehen durch den „anrüchigen“ Teil dieser Stadt zu schlendern und diese ganz spezielle Atmosphäre zu genießen. UND – schaut unbedingt in der Warmoesstraat 62, im Bookshop Nana vorbei, lasst euch von unserem lieben Martin vom Kauf eines SINFIVE Produkts überzeugen und vor allem, bestellt ihm ganz liebe Grüße von Juliane & Katja, die immer gerne wieder kommen werden.

1 Responsed To This Post

Subscribes to this post comment rss or trackback url
mygif_alt
Guido said, März 12th, 2008 at 8:20

Wer sich mit dem Thema Erotik beschäftigt, kommt um dem “Redlight District” in Amsterdam einfach nicht herum. Viel interessanter als die Spanner vor den Schaufenstern der “Professionellen”, ist da viel mehr die “Lockerheit” (bitte verzeiht mir diese Qual des Germanismus), mit der die Menschen in Amsterdam mit dem Thema Erotik umgehen.
Na gut – ob man nun “Pornos” in Schaufenstern ausstellen muss, sei einmal dahin gestellt. Aber davon abgesehen – nichts ist verklemmt; Erotik, Sexualität aber auch Liebe wird als das hingenommen, was es ist, nämlich ein Teil des Lebens, quasi die “Fakten des Lebens” – das wird in Amsterdam gelebt. Davon können wir uns noch ein Scheibchen abschneiden!

Response To This Topic

Please Note: The comment moderation maybe active so there is no need to resubmit your comment