In der letzten Zeit bin ich viel auf Reisen gewesen und wäre mittlerweile schon in der Lage einen Reiseführer für die wichtigsten europäischen Städte oder mein Geld als Tester von Billigfliegern zu verdienen. Da ich meistens nur mit Handgepäck reise, könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich schon so manches mit meinem SINFIVE Musterkoffer erleben durfte
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Am Bremer Ryanair-Schalter wurde ich schon zweimal in den Extraraum mit dem Bombendetektor geführt und durfte unsere Produkte in einem besonderen Rahmen präsentieren und in Mailand versüßte ich der gesamten Belegschaft der Sicherheitsleuten den Tag und mehrere Duzend-Leute konnten herzhaft lachen. Jedoch sind aus meinen am Flughafen verteilten Visitenkarten bis heute noch keine mir bekannten Bestellungen resultiert. Da muss ich noch einmal nachfassen
Auch gestern durfte ich wieder eine besondere Erfahrung machen. Ich war zwei Tage geschäftlich in Polen und als ich auf dem Rückweg eine Stunde vor Boarding zum Terminal kam, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass die Schlange zum Einchecken sogar noch 70-100 m aus dem Flughafengebäude heraus reichte. Das würde ich nie pünktlich zum Boarding schaffen, war mein erster Gedanke. Nun ja, zunächst einmal musste ich klären, ob dies überhaupt mein Terminal ist, da man leider noch nicht einmal erkennen konnte, ob hier die Germanwings-Flüge abgehen. Also ging ich an der Schlange vorbei, bewegte mich in Richtung Eingang, um zu klären, ob ich hier denn richtig wäre. Glücklicherweise traf ich eine – bis dahin gelangweilt aussehende – Flughafenmitarbeiterin, die ich dann auch gleich befragte. Ich war überrascht, dass Sie mir freundlich antwortete und mich aufforderte bis vorne zum Beginn der Schlange ihr zu folgen. Tja, was für ein netter Zug und insgeheim dachte ich mir, dass so ein schicker Maßanzug von Dolzer doch so manche Vorzüge mit sich bringt. Ich kam schnell dran und auch der Mann beim Sicherheitscheck war freundlich und ich musste mein volles Produktsortiment diesmal nicht ausbreiten, wie sonst üblich. Lediglich eine Frage wollte er mir stellen –„Für wen die Produkte den seien?“ Ich antworte darauf „Für mich.“ Dann grinste er nur und ließ mich meiner Wege ziehen. Ich war wiederum überrascht, wie reibungslos alles ging- dachte mir jedoch nichts dabei. Im Transferbus von Flieger zum Flughafen kam dann die Auflösung: Seht am besten selbst. Angefügt findet Ihr das Bild des Schauspieler Piotr Adamczyk in seiner Rolle als junger Karol Wojtyla.
Ein Passagier, der auch mit meinem Flieger auf dem Weg nach Deutschland war, fragte mich unverblümt und direkt: „Sind Sie nicht der polnische Schauspieler, der den Papst spielte?“ Ich war überrascht, musste lachen und antwortete nur kurz: „Ich hoffe Sie meinen den Papst in jungen Jahren?“ Er sagte dann nur „Ja, Ja“. Ich habe seine Frage verneint und er musste auch lachen, als ich ihm mitteilte, dass ich Liebesspielzeuge verkaufe und nicht katholisch bin.
So bin ich dem verstorbenen Papst dankbar, dass er es mir indirekt ermöglichte, pünktlich den Flieger in die Heimat zu erwischen.
